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  • Jan Müller

Cyrill Kaufmann lief seinen ersten Halbmarathon



Im Rahmen eines Schulprojekts der dritten Sekundarschule Obfelden lief Cyrill Kaufmann am Freitag, 20. März 2020, seine ersten Halbmarathon in fantastischen 1:24:07 (3:59/km) an der Reuss auf einer Pendelstrecke von 5.25 km von Merenschwand nach Mühlau.

Ursprünglich war ein Start am Rhylauf in Oberriet am 22. März 2020 geplant gewesen. Doch diese Veranstaltung wurde wie viele andere aufgrund der aktuellen Situation abgesagt. Damit Cyrill sein Trainingstagebuch, seine Erfahrungen vom Training, die Ernährungsweise und den geschichtlichen Hintergrund des Halbmarathons in einem Buch zusammenfassen kann, galt es unter diesen Umständen zu improvisieren und den Halbmarathon alleine als sogenannten wettkampfnahen Lauf zu absolvieren.





Wie hast du dich für diesen Lauf organisiert, Cyrill?

Ich konnte auf mehrere grosse Hilfen setzen. Einerseits auf meine Eltern, da mein Vater den Vorfahrer gespielt hat. Meine Mutter hat mich fotografiert und mir nasse Lappen zum Kühlen gegeben. Zudem hat der Präsident der LV Albis mich mit dessen Familie phasenweise "laufend" begleitet. Mein Bruder und zwei Freunde von mir haben zugeschaut. Was ich auch sehr geschätzt habe, war, dass mein Lauftrainer, Philippe Bandi, mit dem Fahrrad mitgefahren ist, mir die Pace laufend mitgeteilt und mich so richtig motiviert hat.

Wie hast du diesen Lauf erlebt?

Ich hatte während des Laufs "Aufs und Abs". Manchmal hätte ich einfach stehenbleiben oder sogar noch schneller laufen können. Ab dem Kilometer 15.75 km wäre für mich genug gewesen. Das war das zweite Mal, wo ich in Mühlau drehte und wieder nach Merenschwand zurücklief. Es wäre gut gewesen, wenn dort schon das Ziel gewesen wäre, nur leider war dem nicht so. Es lag noch ein Viertel der gesamten Strecke vor mir.

Die Verpflegung habe ich nicht in Anspruch genommen, was ich dann auch auf den letzten paar Kilometern gespürt habe, als meine Kräfte langsam schwanden und die Energie aufgebraucht war. Für diesen Moment hätte ich ein Gel nehmen müssen. Da ich mich aber mit grosser Wahrscheinlichkeit verschluckt hätte, liess ich es bleiben. Schliesslich hatte ich es im Training auch nur einmal geübt. Auf dem letzten Kilometer gab ich nochmals alles und lief diesen sogar in 3:43. Im Ziel war ich dann extrem erschöpft, und nach einer halben Stunde konnte ich kaum mehr laufen. Beim Auslaufen schmerzte alles.

Wie hast du die Zeit nach dem Halbmarathon verbracht?

Am Samstagmorgen schlief ich sehr lange. Um 10:30 Uhr stand ich auf und ging frühstücken. Nach dem Frühstück hatte mir meine Mutter ein Erholungsbad einlaufen lassen, indem ich etwa eine Stunde vor mich hin "schmorte". Es war so warm, dass sogar der Spiegel im Badezimmer angelaufen ist. Das Wasser hatte richtig gedampft und am Anfang konnte ich kaum reinsteigen. Mit der Zeit ging es aber schon.

Nach dem Erholungsbad zog ich mir bequeme Kleidung an und machte ungefähr 45 Minuten Übungen auf der Blackroll, die ich immer mehr gebraucht habe. Sie lockert die verklebten Faszien, die der Halbmarathon ausgelöst hat. Die leichten Schmerzen in meiner Hüfte, die von der hohen Belastung kommen, und den Muskelkater kann ich aber damit nicht wegkriegen. Ich werde jetzt 13 Tage (pro gelaufene Meile einen Tag) ruhen und sollte keine anstrengenden Laufeinheiten machen. Dies hat mir mein Trainer auferlegt. Einige Krafttrainingsübungen werde ich aber schon vorher absolvieren. Mit dem Halbmarathontraining habe ich gute Grundlagen geschaffen, um mich auf das Mittelstreckentraining über 600m und 1000m zu konzentrieren.

Es freut mich ausserordentlich, dass Cyrill mit grosser Konsequenz, Zielstrebigkeit und Freude sein Ziel von 1:45 im Halbmarathon so deutlich unterboten hat.

Roland Schuster







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